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Wintersport · Allgemein · Sicherheit

Schneeblindheit und die Wirkung von UV-Strahlung

Schneeblindheit (Photokeratitis) entsteht, wenn vom Schnee reflektierte UV-Strahlung die Augenoberfläche (die Hornhaut) verbrennt; sie ist eine Art Sonnenbrand. Laut Weltgesundheitsorganisation reflektiert frischer Schnee bis zu 80 % der UV-Strahlung, und die UV-Belastung steigt pro 1.000 Meter um etwa 10 %. Laut der American Academy of Ophthalmology beginnen die Symptome (Schmerzen, Rötung, Fremdkörpergefühl, Tränen, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen) erst, wenn der Schaden schon entstanden ist – 30 Minuten bis 12 Stunden nach der Belastung – und klingen meist innerhalb von 1–2 Tagen ab. Schützen kannst du dich mit einer Skibrille, die mindestens 99 % der UV-Strahlung blockiert – auch bei bedecktem Himmel.

Verfasst von: Outdoor-AkademieFachliche Prüfung: Mustafa Kaya · 27. Oktober 2026Veröffentlicht: 3 Min. LesezeitKIS-100

Wie entsteht Schneeblindheit?

Die UV-Strahlung der Sonne kann die Hornhaut schädigen, die vorderste Schicht des Auges. Normalerweise schützen Augenbrauen und Lider die Augen vor dem größten Teil des Lichts, das von oben kommt; Schnee reflektiert das Licht aber auch von unten nach oben. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO):

  • Frischer Schnee kann bis zu 80 % der einfallenden UV-Strahlung reflektieren und verdoppelt so die UV-Belastung eines Menschen beinahe.
  • Die UV-Belastung steigt pro 1.000 Meter Höhe um etwa 10 %.
  • Schneeblindheit betrifft vor allem Skifahrer und Bergsteiger.

Ein paar Stunden ohne Skibrille auf einem verschneiten Hang in 2.000–3.000 Metern Höhe sind deshalb eine ernsthafte Belastung für die Augen.

Symptome

Laut der American Academy of Ophthalmology (AAO) sind die Symptome der Schneeblindheit:

  • Schmerzen und Fremdkörpergefühl im Auge (als wäre Sand ins Auge geraten)
  • Rötung und tränende Augen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Verschwommenes Sehen, Lichthöfe um Lichtquellen
  • Selten vorübergehender Sehverlust

Wichtig: Die Symptome bemerkst du erst lange nachdem der Schaden entstanden ist. Laut der Enzyklopädie der AAO beginnen sie 30 Minuten bis 12 Stunden nach der Belastung; nach einem Skitag ohne Brille können die Beschwerden also am Abend oder in der Nacht auftreten.

Was tun? (AAO)

  1. Wenn du Kontaktlinsen trägst, nimm sie heraus.
  2. Ruh dich in einem dunklen Raum aus; meide helles Licht.
  3. Leg ein kühles, feuchtes Tuch auf die geschlossenen Augen.
  4. Du kannst künstliche Tränen verwenden.
  5. Reib dir nicht die Augen.

Die Symptome klingen meist innerhalb von 1–2 Tagen ab; die Hornhaut heilt in 24–72 Stunden. Wenn die Symptome stark sind, du schlechter siehst oder es innerhalb von zwei Tagen nicht besser wird, geh zum Augenarzt.

Schutz

  • Skibrille: Die AAO empfiehlt eine Brille, die mindestens 99 % der UV-Strahlung blockiert. Die internationale Norm für Skibrillen ist ISO 18527-1; zu Filterkategorien und zur Auswahl lies den Ratgeber Skibrille wählen.
  • Auch bei bedecktem Himmel tragen: Auch bei Bewölkung erreicht UV-Strahlung den Boden; ein grauer Tag ist kein Grund, ohne Brille zu fahren.
  • Auch in der Pause schützen: Wenn du auf der Terrasse an der Piste die Skibrille zum Sonnen abnimmst, sind die Augen weiter der Strahlung ausgesetzt; setz eine Sonnenbrille auf.
  • Auch die Haut schützen: Verwende Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor und Lippenschutz; die Reflexion des Schnees verbrennt auch den unteren Teil des Gesichts, die Partie unter der Nase und die Ohren.

Ein Risiko, das mit der Höhe steigt

In den hoch gelegenen Skigebieten der Türkei reicht das Skigebiet über 3.000 Meter hinaus (Erciyes 3.346 m, Palandöken 3.140 m). Zu den weiteren Auswirkungen der Höhe auf den Körper lies den Ratgeber Wie wirkt sich große Höhe auf den Körper aus?

Skibrille und Aktivurlaub

In den Erciyes-Paketen (Grundkurs und Erlebnis) und den Sarıkamış-Paketen von Doğadayız sind Skibrille und Helm inklusive; beim Bansko-Programm werden sie separat geliehen. In einem Aktivurlaub werden Ausrüstung und Sicherheitsdetails im Voraus geplant; die Tage mit der Gruppe machen das Programm zur sozialen Abenteuerreise. Die Programme findest du auf der Seite Winter-Aktivurlaube.

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Ein Aktivurlaub stellt einen Sport in den Mittelpunkt: Anreise, Unterkunft und Verpflegung sind geplant, du konzentrierst dich ganz aufs Lernen auf der Piste. Bei den Winter-Aktivurlauben von Doğadayız sind Unterkunft, Skipass und Ski- oder Snowboardausrüstung in jedem Paket enthalten; in den Kurspaketen gibt es Grundunterricht mit Skilehrern des Türkischen Skiverbands, in den Erlebnispaketen übst du auf der Piste auf deinem eigenen Niveau.

Was das Programm besonders macht, ist die Gruppe: mit Leuten auf ähnlichem Niveau auf derselben Piste, abends gemeinsames Essen und Partys, und immer ein Gruppenleiter an deiner Seite. Auch wer allein kommt, ist vom ersten Tag an Teil dieser sozialen Abenteuerreise. Deshalb beschreiben wir unsere Programme als soziale Abenteuerreise.

Häufige Fragen

Was ist Schneeblindheit?

Schneeblindheit entsteht, wenn vom Schnee reflektierte UV-Strahlung die Augenoberfläche (die Hornhaut) verbrennt; der medizinische Name ist Photokeratitis. Sie ist eine Art Sonnenbrand und betrifft vor allem Skifahrer und Bergsteiger.

Wann beginnen die Symptome der Schneeblindheit?

Laut der American Academy of Ophthalmology 30 Minuten bis 12 Stunden nach der Belastung. Die Symptome sind Schmerzen, Fremdkörpergefühl, Rötung, tränende Augen, Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen; sie klingen meist innerhalb von 1–2 Tagen ab.

Was tun bei Schneeblindheit?

Nimm die Kontaktlinsen heraus, ruh dich in einem dunklen Raum aus, leg ein kühles Tuch auf die geschlossenen Augen, verwende künstliche Tränen und reib dir nicht die Augen. Wenn die Symptome stark sind oder innerhalb von zwei Tagen nicht abklingen, geh zum Augenarzt.

Muss man bei bedecktem Himmel eine Skibrille tragen?

Ja. Auch bei Bewölkung erreicht UV-Strahlung den Boden, und der Schnee reflektiert sie. Eine Skibrille, die mindestens 99 % der UV-Strahlung blockiert, solltest du bei jedem Wetter tragen.

Quellen

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