Skating auf dem Snowboard: Fahren mit einem Fuß in der Bindung
Skating heißt, mit dem vorderen Fuß in der Bindung über flaches Gelände zu fahren und dich dabei mit dem freien hinteren Fuß wie auf dem Skateboard abzustoßen. Der hintere Fuß tritt zwischen den beiden Bindungen auf, auf der Fersen- oder Zehenseite des Boards; du machst kleine, langsame Schritte und stößt nie hinter der hinteren Bindung ab. Danach stellst du den hinteren Fuß auf das Stomp Pad oder neben die hintere Bindung und gleitest; zum Bremsen ziehst du den freien Fuß durch den Schnee. Diese Fertigkeit brauchst du auf der Piste jeden Tag: Wer mit Zauberteppich, Schlepplift und Sessellift auf- und absteigen will, muss mit einem Fuß fahren können.
Verfasst von: Outdoor-AkademieFachliche Prüfung: Mustafa Kaya · 27. Oktober 2026Veröffentlicht: 5 Min. LesezeitKIS-025
Warum ist Skating mit einem Fuß so wichtig?
Das Snowboard-Handbuch der NZSIA, des neuseeländischen Ski- und Snowboardlehrerverbands, nennt das Ziel dieser Fertigkeit klar: sich mit einem angeschnallten Fuß im Schnee zu bewegen und zu den verschiedenen Liften hin und wieder zurück zu kommen. Auch Burton betont, dass Gleiten und Skaten die Grundfertigkeiten sind, die du brauchst, um sicher in den Sessellift ein- und auszusteigen.
Schnall nur den vorderen Fuß an; der hintere bleibt frei.
Such dir eine flache oder ganz leicht geneigte Fläche, auf der nicht viel los ist.
Beug die Knie leicht und halte dein Gewicht über dem vorderen Fuß.
1. Abstoßen (Skating)
Stell den hinteren Fuß neben das Board, irgendwo zwischen den beiden Bindungen.
Stoß dich mit einem kleinen, langsamen Schritt ab, wie beim Skateboard.
Setz den hinteren Fuß nicht weiter nach vorne als die vordere Bindung; Burton rät außerdem, nicht hinter der hinteren Bindung abzustoßen, sonst kannst du das Gleichgewicht verlieren oder im Spagat landen.
Stoß dich ein paar Schritte ab, dann gleite.
Von welcher Seite abstoßen? Hier gehen die Quellen auseinander. Burton beschreibt das Abstoßen mit dem hinteren Fuß auf der Fersenseite. Die NZSIA empfiehlt dagegen, zuerst die Fersenseite, dann die Zehenseite auszuprobieren und die bequemere zu wählen. Probier beides; denk aber daran, dass dein hinterer Fuß beim Einsteigen in den Sessellift auf der Zehenseite steht.
2. Gleiten
Stell den hinteren Fuß nach ein paar Abstößen auf das Board, auf das Stomp Pad oder direkt neben die hintere Bindung. Ein Stomp Pad ist ein rutschfestes Pad, das aufs Board geklebt wird, damit der Fuß nicht wegrutscht, wenn nur ein Fuß angeschnallt ist; gibt es keins, geht auch der Platz neben der Bindung.
Verteil das Gewicht auf beide Füße, halte das Board flach und gleite.
Bremsen: Zieh die Zehenspitze des freien Fußes an der Zehenkante oder die Ferse an der Fersenkante leicht durch den Schnee.
3. Aufsteigen
So beschreibt die NZSIA, wie du einen kurzen Hang mit einem angeschnallten Fuß hinaufkommst:
Gesicht zum Berg, das Board steht quer zum Hang.
Dein hinterer Fuß steht auf der Zehenseite des Boards.
Steig mit kleinen Schritten hinauf, während die Zehenkante des Boards im Schnee greift.
Du kannst das Board in der Hand tragen oder mit angeschnalltem vorderen Fuß fahren. Bist du angeschnallt, verlagere den Großteil deines Gewichts auf den freien hinteren Fuß; so rutschst du nicht zurück
Bügellift (T-Bügel)
Stell den hinteren Fuß vor die hintere Bindung
Tellerlift
Nimm den Teller zwischen die Beine oder unter die hintere Achsel und steh aufrecht; räum oben sofort den Ausstiegsbereich
Hinterer Fuß auf der Zehenseite, hinsetzen, die Nose des Boards zeigt nach vorne; sobald die Boards vom Schnee abheben, den Sicherheitsbügel schließen
Sessellift: Aussteigen
Sobald das Board den Schnee berührt, den hinteren Fuß vor die hintere Bindung stellen, langsam aufstehen, die Rampe hinuntergleiten und den Ausstiegsbereich räumen
Tipps: Die NZSIA rät Snowboardlehrern, Fahrer mit derselben Blickrichtung (Regular neben Regular, Goofy neben Goofy) nebeneinander zu setzen, bei Bedarf um einen freien Platz daneben zu bitten und den Liftbetreiber zu bitten, den Lift langsamer laufen zu lassen. Darum kannst du bei deinen ersten Fahrten auch selbst bitten. Details zum Snowboarden am Schlepplift findest du im Glossareintrag Snowboarden am Schlepplift.
Häufige Fehler
Fehler
Folge
Korrektur
Hinter der hinteren Bindung abstoßen
Gleichgewichtsverlust, Spagat
Fuß zwischen den beiden Bindungen lassen
Große, schnelle Schritte
Das Board ändert die Richtung, Sturz
Kleine, langsame Schritte
Gewicht auf den hinteren Fuß verlagern
Das Board gerät außer Kontrolle
Gewicht auf dem vorderen Fuß; beim Gleiten auf beiden Füßen
Mit dem Fuß gegen die Nose drücken
Das Board dreht sich quer
Fuß neben das Board setzen und den Schnee wegdrücken, nicht die Nose
Beim Gleiten keine Bremse haben
Zusammenstoß in der Liftschlange
Zehenspitze oder Ferse des freien Fußes durch den Schnee ziehen
Eine Fertigkeit, die du jeden Tag brauchst
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Wie funktioniert Skating mit einem Fuß auf dem Snowboard?
Mit dem vorderen Fuß in der Bindung stellst du den freien hinteren Fuß zwischen die beiden Bindungen, auf die Fersen- oder Zehenseite des Boards, und stößt dich wie auf dem Skateboard mit kleinen, langsamen Schritten ab. Nicht hinter der hinteren Bindung abstoßen. Danach stellst du den hinteren Fuß aufs Stomp Pad oder neben die hintere Bindung und gleitest.
Wie steigt man mit dem Snowboard aus dem Sessellift aus?
Laut NZSIA stellst du den hinteren Fuß vor die hintere Bindung, sobald das Board den Schnee berührt, stehst langsam auf, gleitest die Ausstiegsrampe hinunter und räumst sofort den Ausstiegsbereich.
Brauche ich ein Stomp Pad?
Nein. Ein Stomp Pad ist ein rutschfestes Pad, das aufs Board geklebt wird, damit der hintere Fuß nicht wegrutscht, wenn nur ein Fuß angeschnallt ist. Laut NZSIA kannst du den hinteren Fuß beim Gleiten aufs Stomp Pad oder neben die hintere Bindung stellen.
Mit dem Snowboarden fängst du an, indem du deinen Stand (Regular oder Goofy) bestimmst, mit einer Anfängerstunde beim Snowboardlehrer und mit Leihausrüstung. Am ersten Tag lernst du, dich mit einem Fuß abzustoßen und auf der Fersenkante (Heelside) sowie auf der Zehenkante (Toeside) seitlich zu rutschen; danach wechselst du mit dem Falling Leaf die Richtung und fährst meist am 2.–3. Tag deine ersten verbundenen Kurven.
In Skigebieten gibt es vier Arten von Liften: den Zauberteppich, den Schlepplift (T-Bügel), den Sessellift und die Gondelbahn. Als Anfänger lernst du zuerst den Zauberteppich, dann den Sessellift; der Schlepplift ist am schwierigsten, weil er Gleichgewicht verlangt. Die Grundregel am Sessellift: Behalte den Sessel über die Schulter im Blick, setz dich ganz nach hinten, schließ den Sicherheitsbügel, sobald alle sitzen, öffne ihn kurz vor der Bergstation und fahr sofort von der Rampe weg. Mit dem Snowboard fährst du Lift mit dem hinteren Fuß aus der Bindung. Nach den Regeln in Erciyes dürfen Kinder nicht ohne Erwachsene Lift fahren.
Die J-Kurve ist die erste Kurve, die du auf dem Snowboard lernst: Während du auf einem flachen Hang geradeaus gleitest, kippst du das Board auf eine Kante und drehst bergwärts, bis du stehst; deine Spur sieht aus wie ein J. In der Anfängerreihenfolge von Burton kommt die J-Kurve nach dem Skating mit einem Fuß und vor der Kantenarbeit. Bei der J-Kurve auf der Heelside verlagerst du das Gewicht auf die Fersen und schaust über die fersenseitige Schulter; auf der Toeside verlagerst du das Gewicht auf die Fußballen und schaust in Richtung Zehenkante. Gesteuert wird das Board vom vorderen Fuß und von deinem Blick; der hintere Fuß vollendet die Bewegung. Nach der J-Kurve kommen C-Kurven und verbundene S-Kurven.